Untersuchung

Lamspringe, Kloster, Hauptportal
Restauratorische Untersuchung der Farbfassung 2004

Material: Sandstein mit Temperafassung
Datierung: 1731

Das untersuchte Portal befindet sich im Abteiflügel des ehemaligen Klosters, der östlich an die Klosterkirche grenzt. Das Hauptportal wird über eine doppelarmige, geschwungene Treppenanlage erreicht. Die Eingangstür umgibt ein mehrfach profiliertes Türgewände mit Segementbogen. Pilaster und freistehende Säulen. Darüber tragen ein reich gegliedertes Gebälk mit Sprenggiebelaufsatz. Im Architrav befinden sich eine lateinische Inschrift und die Datierung. Das Portal besteht aus einem grobkörnigen, gelblichen Sandstein und trägt diverse Fassungsreste.

Fassungsbefund Befund im Giebelfeld Befund am Türsturz

Bei der restauratorischen Untersuchung der Fassungsreste konnte festgestellt werden, dass vier monochrome Farbfassungen vorliegen. Eine Ausnahme bildet die Inschrift, die farblich abgesetzt war. In chronologischer Reihenfolge waren festzustellen: 1. Monochrome dunkelgraue Fassung der gesamten Portalanlage. Die Inschrift ist darauf zunächst hellgrau abgesetzt. Auf diesem Hellgrau liegt eine Vergoldung mit schwarzer Kontur. Diese Fassung ist als bauzeitlich einzuschätzen. 2. Monochrome hellgraue oder weiße Fassung mit türkisfarbener Inschrift. 3. Monochrome eierschalenfarbige Fassung. 4. Monochrome grünlich-graue Fassung.

Detail Inschrift Detail Inschrift, Erstfassung