Naturstein

Neustadt-Eilvese, Kriegerdenkmal
Konservierung/Restaurierung 2007

Material: Sandstein, Granit
Datierung: 1920

Das Ehrenmal wurde 1920 zur Ehrung und zum Gedenken an die Gefallenen des I. Weltkriegs (1914-1918) errichtet und nach dem II. Weltkrieg erweitert. Bei dem Denkmal handelt es sich um einen schlanken, hohen Aufbau. Die Seiten des Sockels und des Aufsatzes bedecken schwarze Granitplatten mit den Namen und Daten der Gefallenen der beiden Weltkriege.

Zustandserfassung:
Die gesamte Oberfläche des Denkmals, ausgenommen die Granitplatten, ist von einem grünen Biofilm bedeckt. Besonders betroffen sind horizontale und geneigte Oberflächen, die als Wasserablaufzonen dienen. Zudem finden sich zahlreiche Flechten und Moose. Der Sandstein weist zahlreiche verwitterungsbedingte Schäden auf. Vor allem die nach Osten gerichtete Rückseite des Denkmals zeigt ein schaliges, schuppiges, teils kraterförmiges Erscheinungsbild. Kugel und Pyramidaldach weisen einen Oberflächenverlust von bis zu 2 cm auf. Sämtliche rückgewitterte Zonen sind bindemittereduziert und sanden.

Detail Vorzustand Detail Vorzustand Detail Vorzustand
Reinigungsprobe Detail Zustand nach Reinigung Anböschung/Steinergänzung

Konservierung/Restaurierung:
Oberflächige Verschmutzung und mikrobieller Bewuchs wurden entfernt. Sandende und mürbe Bereiche des Steins wurden gefestigt. Hohl liegende Schalen wurden hinterfüllt. Ränder von Schalen und Schuppen im Stein wurden mit Anböschungen versehen, um sie vor weiterer Auswitterung und Ausbrechen zu schützen. An der östlichen und nördlichen Seite des Pyramidaldachs erfolgten Steinergänzungen. Der Ergänzungsmörtel wurde so pigmentiert, dass er sich dem Originalbestand anglich. Die stark ausgewitterten Fugen zwischen den einzelnen Bauteilen wurden neu ausgefugt. Die oberen vier Granitplatten waren locker und wurden schadensfrei ausgebaut. Der Wiedereinbau der Platten erfolgte passgenau in die Nischen. Abschließend wurden die Inschrifttafeln neu verfugt.