Gips/Kalk/Zement

Berlin, Neues Museum, Treppenhalle, Fußboden, Randstreifen
Restaurierung 2007-2009

Material: Marble-Cement
Datierung: 1847/48

Der Fußboden der Treppenhalle besteht aus einem ockerfarbenen Gipsterrazzo. Zu den Wänden, zum westlichen Durchgang und zum Treppengeländer schloss ursprünglich ein Randstreifen aus Marble-Cement und Mosaik die Hauptfläche ab. Dieser ist nur noch fragmentarisch erhalten.

Marble-Cement ist ein doppelt gebrannter, alaunisierter Gips sehr feiner Mahlung, der große Härte erreicht und seinen Namen dem marmorartigen Aussehen und Verwitterungsverhalten verdankt.

Vorzustand Fragmente Geklebte Fragmente

Der vorhandene Bestand an Marble-Cement-Platten lag in zahllosen Bruchstücken vor. Nur wenige Platten waren ganz oder beinahe vollständig. Die Bruchstücke wurden gereinigt und geklebt. Die Maße der vollständigen Platten wurden übertragen und anhand dieser wurden alle Platten mit einem neuen Mörtelbett als Trägerplatte für Ergänzungen versehen.

Restaurierung:
Alle Platten wurden mit dem Originalbestand entsprechender pigmentierter Marble-Cement-Masse ergänzt. Die so ergänzten Platten wurden im Bereich des Durchgangs zum Bacchussaal in Hochbrandgips versetzt. Die Fugen zwischen den Platten und zu den Mosaikstreifen wurden mit schwarz pigmentierter Marble-Cementmasse verfüllt. Der Randstreifen erhielt einen abschließenden Schliff und wurde mit einer Wachspolitur versehen.

Fertige Platten Versetzen Endzustand